Rechner für Wärmeeinbringung
Berechnen Sie die Wärmeeinbringung (Heat Input) für jedes Schweißverfahren. Ergebnisse konform mit EN ISO-Normen.
Was ist Wärmeeinbringung?
Wärmeeinbringung (Heat Input) berücksichtigt den thermischen Wirkungsgradfaktor k. Sie ist nicht dasselbe wie Lichtbogenenergie, die ohne diesen Wirkungsgrad berechnet wird.
- Q – Wärmeeinbringung [kJ/mm]
- k – thermischer Wirkungsgradfaktor (0,6–1,0 nach EN 1011-1)
- U – Lichtbogenspannung [V]
- I – Schweißstrom [A]
- v – Schweißgeschwindigkeit [mm/s]
Sie arbeiten in imperialen Einheiten? Stellen Sie den Rechner auf kJ/in um — 1 kJ/mm = 25,4 kJ/in, die Schweißgeschwindigkeit geben Sie in in/min (ipm) an, und die Formel lautet Q = (k × U × I × 60) / (v × 1000).
🔥 Rechner für Wärmeeinbringung
Berechnet die Wärmeeinbringung mit thermischem Wirkungsgrad oder die Lichtbogenenergie ohne Wirkungsgradfaktor. Sie können Einzelwerte oder Bereiche eingeben (z.B. 100-120).
Warum ist Wärmeeinbringung wichtig?
Mechanische Eigenschaften
Zu hohe Wärmeeinbringung kann Kornwachstum und verminderte Zähigkeit in der WEZ verursachen.
Wasserstoffrisse
Die Kontrolle der Wärmeeinbringung ist entscheidend für die Vermeidung von Kaltrissen in Feinkornbaustählen und hochfesten Stählen.
Normenanforderungen
Normen wie EN ISO 15614 erfordern die Dokumentation der thermischen Prozessparameter im WPQR.
Wiederholbarkeit
Konstante Wärmeeinbringung unterstützt die Wiederholbarkeit der Schweißverbindungseigenschaften.
Häufig gestellte Fragen
Die Formel für die Wärmeeinbringung lautet: Q = (k × U × I) / (v × 1000), wobei k der thermische Wirkungsgradfaktor, U die Lichtbogenspannung [V], I der Schweißstrom [A] und v die Schweißgeschwindigkeit [mm/s] ist. Bei einer Geschwindigkeit in in/min lautet dieselbe Formel Q = (k × U × I × 60) / (v × 1000) und das Ergebnis fällt in kJ/in an. Lichtbogenenergie wird ohne k berechnet.
Die Wärmeeinbringung wird nach EN-ISO-Praxis in Kilojoule pro Millimeter [kJ/mm] und nach AWS-Praxis in Kilojoule pro Zoll [kJ/in] ausgedrückt; auch kJ/cm oder J/mm sind gebräuchlich. Die Umrechnung lautet 1 kJ/mm = 25,4 kJ/in — der Rechner schaltet zwischen beiden um.
Thermische Wirkungsgradfaktoren nach EN 1011-1: MAG (GMAW) = 0,8; WIG (GTAW) = 0,6; E-Hand (SMAW) = 0,8; UP (SAW) = 1,0; Plasma = 0,6. Die Norm nennt sie als vereinbarte Rechenwerte.
Die Wärmeeinbringung beeinflusst direkt die mechanischen Eigenschaften der Schweißnaht, die Größe der Wärmeeinflusszone (WEZ), die Neigung zu Kaltrissen und die Abkühlgeschwindigkeit. Zu hohe Werte können Kornwachstum und verringerte Kerbschlagzähigkeit verursachen.
Ja, die Norm EN ISO 15614-1 erfordert die Dokumentation thermischer Prozessparameter im Schweißverfahrensprüfprotokoll (WPQR). Es ist einer der wichtigsten Qualifizierungsparameter.
Für Feinkornbaustähle und hochfeste Stähle wird eine kontrollierte, niedrigere Wärmeeinbringung (typischerweise 0,5-1,5 kJ/mm) empfohlen, um Festigkeitsparameter und Kerbschlagarbeit in der Wärmeeinflusszone (WEZ) zu erhalten.
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