- Worin unterscheiden sich WPS und pWPS?
- Eine pWPS ist die Anweisung vor der Qualifizierung — das Rezept, das erst noch nachgewiesen werden soll. Sobald das Probestück geschweißt und geprüft und das Ergebnis in einer WPQR festgehalten ist, wird daraus eine qualifizierte WPS, die auf diesen Nachweis verweist.
- Worin unterscheiden sich WPQR und PQR?
- Es ist dieselbe Sache in zwei Systemen. Der ISO-Weg qualifiziert nach ISO 15614 und liefert den Bericht über die Schweißverfahrensprüfung (WPQR); ASME IX liefert eine PQR. Beide sind der Nachweis, auf dem eine WPS steht.
- Deckt ISO 15609-1 jeden Schweißprozess ab?
- Nein. Teil 1 behandelt das Lichtbogenschweißen. Die übrigen vier Teile der Reihe ISO 15609 behandeln Gasschweißen, Elektronenstrahl-, Laserstrahlschweißen und Widerstandsschweißen.
- Braucht jede Stahlsorte eine eigene WPS?
- Nicht zwingend. Eine WPS darf eine Werkstoffgruppe abdecken. Die Gruppen stammen je nach Region, in der der Werkstoff genormt ist, aus ISO/TR 20172, 20173 oder 20174 und aus ISO/TR 15608, wo ein Werkstoff dort nicht zugeordnet ist.
- Macht die Ausgabe 2019 Anweisungen nach der Ausgabe 2004 ungültig?
- Nein. Neue Anweisungen sollten nach dem aktuellen Dokument erstellt werden, die Norm macht Anweisungen nach früheren Normen und Ausgaben jedoch ausdrücklich nicht ungültig.
- Ist die Streckenenergie in einer WPS zwingend?
- Die Norm fordert den Bereich der Streckenenergie oder der Lichtbogenenergie, sofern diese festgelegt wurde, in Übereinstimmung mit ISO/TR 18491. Es sind zwei verschiedene Größen, und die WPS sollte klar angeben, welche sie nennt.
- Braucht man Software, um eine WPS zu schreiben?
- Nein — eine WPS kann ein Formular sein. Software lohnt sich, sobald so viele Anweisungen im Umlauf sind, dass Versionsführung, Rückverfolgbarkeit zur WPQR und ein einheitliches Erscheinungsbild echte Zeit kosten.